Die Heilwirkung des Ackerschachtelhalmes

Der Ackerschachtelhalm, auch Zinnkraut genannt, gehört zur Familie der Schachtelhalmgewächse. Im Frühling wachsen ca. 20 cm lange blassgelbliche Stängel mit einer Sporenähre an der Spitze. Der Ackerschachtelhalm ist reich an Kieselsäure, wirkt entwässernd und stärkt das Bindegewebe.


Die Anwendung des Ackerschachtelhalmes in:


TEEFORM:
Der Ackerschachtelhalm in Teeform ist vielseitig einsetzbar. Beachtet werden sollte, dass dieser Tee mind. 20 Minuten leicht gekocht werden muss, damit sich die enthaltene Kieselsäure löst. Die  Einsatzbereiche des Tees sind folgende:


▪ Zur Stärkung des Bindegewebes sollte dieser Tee getrunken werden und gleichzeitig auch das Pulver (wie unten beschrieben) eingenommen werden.
▪ Generell zur Entwässerung des Körpers
▪ Bei Wassereinlagerungen in den Füßen sollte der Ackerschachtelhalmtee in Form von Umschlägen auf die betroffenen Stellen aufgelegt und zusätzlich sollten 2 Tassen des Tees getrunken werden.
▪ Bei Cellulitis – Cellulitis sind Wasserablagerungen im Gewebe. Es sollten für 21 Tage lang täglich 2 Tassen des Tees getrunken werden. Zusätzlich kann dieser Tee auch ins Badewasser gegeben werden – allerdings sollten keine anderen Badezusätze dem Wasser beigefügt werden.
▪ Der Ackerschachtelhalm hat in Kombination mit dem Mäusedorn eine sehr gute Wirkung zur Stärkung des Bindegewebes. Es kann ein Gel aus dem Ackerschachtelhalm und der Mäusedornwurzel hergestellt werden (siehe Rezepturen) 
▪ Auch bei Venenbeschwerden wird der Ackerschachtelhalm in Kombination mit dem gelben Steinklee und der Mäusedornwurzel eingesetzt. (siehe Rezepturen)

PULVERFORM:
Der Ackerschachtelhalm kann getrocknet und pulverisiert werden. Wird dieses Pulver immer wieder unter die Ernährung gemischt, so hat dies zur Folge, dass der Körper immer wieder bindegewebestärkende Mittel aufnimmt.


SALZFORM:
Das frische Kraut sollte mit Salz aufgemixt und anschließend getrocknet werden. Wird dieses Salz immer wieder zum Würzen bzw. Kochen von Speisen verwendet, so nimmt der Körper immer wieder Stoffe auf, welche für Haut, Nägel, Haare und Bindegewebe sind.


SALBEN/GELFORM/REZEPTUREN:
Zur Stärkung des Bindegewebes wird der Ackerschachtelhalm in Kombination mit der Mäusedornwurzel zu folgendem Gel verarbeitet werden:

Rezeptur bindegewebestraffendes Gel: 
100 gr. frische Mäusedornwurzel
50 gr. frischen Ackerschachtelhalm
oder
50 gr. getrocknete Mäusedornwurzel
25 gr. getrockneten Ackerschachtelhalm
Die obigen Kräuter werden mit 1 lt. Wasser mind. 20 Minuten leicht gekocht und anschließend abgeseiht. Das Kochen von 20 Minuten ist notwendig, damit sich die Kieselsäure vom Ackerschachtelhalm löst.


Es bleibt eine Restmenge von ca. 600 ml.
600 ml. kalten Tee
100 ml. Tinktur von der Mäusedornwurzel
100 ml. Tinktur vom Ackerschachtelhalm
ca. 40 gr. Sepigel
Der abgekühlte Auszug (Tee) wird mit den Tinkturen vermischt und mit ca. 40 gr. Sepigel  gebunden.
Diese Rezeptur ergibt eine Menge von ca. 19 Tuben zu 30 ml.


Weiters wird der Ackerschachtelhalm bei Venenbeschwerden, Venenstau, Hämorrhoiden und Krampfadern in Kombination mit dem gelben Steinklee und der Mäusedornwurzel eingesetzt: Bei den genannten Beschwerden sollte diese Salbe 2-mal täglich aufgetragen werden:

Rezeptur Venensalbe: 
40 gr. Ölauszug vom gelben Steinklee,
20 gr. Ölauszug vom Ackerschachtelhalm
40 gr. Ölauszug von der Mäusedornwurzel
5 gr. Mäusedornwurzeltinktur
10 gr. Bienenwachs.
Die Ölauszüge werden erwärmt und dann wird die Mäusedornwurzeltinktur tröpfchenweise beigemischt. Zum Schluss gibt man dann noch das Bienenwachs dazu. 


Verwechslungsgefahr:
Der Ackerschachtelhalm ist mit dem Sumpfschachtelhalm und dem Waldschachtelhalm zu verwechseln. Wenn man den Ackerschachtelhalm entzweireißt, ist der Hauptspross kürzer als das erste Glied der Seitentriebe. Beim giftigen Sumpfschachtelhalm hingegen ist der Hauptspross länger als das erste Glied der Seitentriebe. (siehe Foto)