Die Heilwirkung des Majorans

Beschreibung: Der Majoran gehört zur Familie der Lippenblütler und erreicht Wuchshöhen bis zu 50 cm. Der Majoran wird wegen seines intensiven Geschmacks bei deftigen Speisen verwendet.  Die Blüten sind klein und deren Farbe meistens weiß bis zartrot. Die Blüte sitzt am oberen Ende der Pflanze und ist in Ähren angeordnet. 

Die Blätter an den meist stark verzweigen Stängeln sind behaart und leicht klebrig. Die Form ist elliptisch und ganzrandig. Die Stängel und die Blattränder sind mit kleinen grauen Blatthaaren besetzt.

 

Der Majoran hat eine viel höhere Wirkung als der Thymian. Er wirkt antiviral, entzündungshemmend, keimtötend und antibakteriell.

Da es sich beim Majoran um eine nicht winterharte Pflanze handelt, wird der Thymian mehr verwendet, obwohl mit dem Majoran eine höhere Wirkung erzielt wird.

 

 

Majoran in Pulverform:

Der Majoran, getrocknet und pulverisiert ist ein sehr gutes Schnupfmittel bei Nasennebenhöhlenentzündungen. Das Pulver wird 4-5 x am Tag geschnupft. Es hat eine keimtötende Wirkung und lässt festsitzenden Schleim abrinnen. Es ist jedoch wichtig, dass man das frische Kraut selbst trocknet und dann das Pulver zubereitet. Die handelsübliche Ware ist nämlich nur selten reines Majoranpulver, da meistens noch andere Gewürze dazu gemischt werden.

 

Majoran in Salbenform:

Der Majoran ist ein hervorragendes Mittel bei Husten und ist deshalb auch Bestandteil der Bronchialsalbe bzw. der Bronchialtücher. Die Bronchialsalbe wird wie folgt hergestellt:

 

20 g Fichtenspitzen

20 g Lärchenspitzen

20 g Kieferspitzen

10 g Wacholderbeeren und - spitzen

30 g Salbei

10 g Spitzwegerich

30 g Thymian

30 g Majoran

20 g Lavendel

1 l Öl

100 g Bienenwachs für die Bronchialsalbe oder

200 g Bienenwachs für die Bronchialtücher

 

Die Salbe wird wie folgt hergestellt:

Mit den obigen Kräutern wird ein Ölauszug zubereitet. Für die Herstellung der Bronchialsalbe wird der Ölauszug abgeseiht und mit 100 g Bienenwachs gebunden.

Für die Herstellung der Bronchialtücher muss der Wachsanteil um weitere 100 g Bienenwachs erhöht werden. Die Masse lässt man etwas abkühlen. Anschließend zieht man ein Baumwoll- oder Leinentuch von ca. 15 x 15 cm durch die Masse und hält es an den Enden mit beiden Händen fest, bis die Masse eingetrocknet ist. Das abgekühlte Tuch wird zur Aufbewahrung in Küchenrollen gewickelt. Abends wird das Bronchialtuch auf die Brust aufge­legt und mit einem warmen Tuch abgedeckt. Die Bronchialtücher haben eine nachhaltigere Wirkung als Einreibungen mit der Bronchial­salbe.

Alternativ kann die Masse auch in Tiegel gefüllt und die Kompressen immer bei Bedarf hergestellt werden. Die Bronchialtücher sind mehrere Jahre haltbar, können jedoch nur 1 x verwendet werden.

  

Majoran in Teeform:

Der Bronchialtee mit den Wirkstoffen der Kiefernadeln, des Thymians und des Majorans ist ein sehr gutes Hustenmittel.

  

Majoran als Kräutersalz:

Das frische Kraut vom Majoran sollte in Salz mit einer Küchenmaschine aufgemixt werden. Dieses Salz sollte dann immer wieder in der Küche zum Würzen von Speisen verwendet werden. Der Majoran enthält auch wie die Schafgarbe, der Salbei und das Bohnenkraut eine Menge von Mineralstoffen.