Die Heilwirkung der Fichte

Die Fichte ist ein immergrüner Nadelbaum mit einer gleichmäßigen kegelförmigen Krone und kann bis zu 70 mt. hoch werden. Die Fichte wurde bereits sehr früh in der Volksheilkunde erwähnt. Vor allem wird das Fichtenharz von verletzten Bäumen und das Fichtenharz der jungen Zapfen sehr geschätzt. Die Fichte wurde im letzten Jahrhundert hauptsächlich als Monokultur angepflanzt.

Ein altes Sprichwort heißt:

„Wo der Förster hat gefichtet, dort ist die Natur vernichtet“.

Erschöpfte und unruhige Menschen sollten sich an den Fuß der Fichte setzen und ihren Rücken am Stamm anlehnen. Die Erschöpfung verlässt dadurch den Körper relativ schnell.

Die Wirkung der Fichte ist schleimlösend, entzündungshemmend, keimhemmend, krampflösend und allgemein stärkend.

Anwendung der Rinde:

Bei den jungen einjährigen Trieben sollten die Nadeln entfernt und die junge Rinde abgeschält werden. Von diesen Rindenstücken sollten man 3-mal täglich ein kleines Stück kauen und schlucken. Die Rinde wirkt sehr gut und schnell bei starkem Husten, Bronchitis und bei Entzündungen des Hals-, Rachen- und Lungenbereiches.

Anwendung der Nadeln und jungen Triebe:

Die Nadeln und jungen Triebe der Fichte schneidet man klein auf, überbrüht sie mit heißem Wasser und lässt diesen Tee 10 Minuten lang ziehen. Mit dem noch warmen Tee macht man Auflagen bei Ekzemen und Flechten, sowie bei neuralgischen Entzündungen und Schmerzen.

Der Tee aus den Fichtennadeln eignet sich sehr gut für Spülungen im Intimbereich bei Weißfluss.

Weiteres ist der Fichtennadeltee ein sehr gutes Mittel bei Nieren- und Blasenentzündungen. Davon sollten täglich 2 Tassen getrunken werden.

Anwendung des Fichtenharzes:

Das Fichtenharz in Tinkturform (40%igen Alkohol) ist ein hervorragendes Mittel bei jeglichen Entzündungen im Körper. Von dieser Tinktur werden 3-mal täglich 30 Tropfen, vermischt mit Wasser, eingenommen.

Weiters kann das Fichtenharz in Form einer Salbe als Auflage bei schlecht heilenden Wunden verwendet werden.

Das Fichtenharz sollte sich auch in Zug- und Schmerzsalben eingearbeitet werden.